Kommissionspräsident Barroso kündigt Verschärfung der Grenzwerte für Lebensmittel aus Japan an
Die CDU-Europaabgeordnete der Region Trier Christa Klaß begrüßt, dass Kommissionspräsident José-Manuel Barroso heute vor dem Plenum des Europäischen Parlaments angekündigt hat, die umstrittenen Grenzwerte importierte Lebensmittel aus Japan zu überarbeiten.
In der vergangenen Woche hatte eine Entscheidung der Europäischen Kommission für große Verunsicherung bei den Verbrauchern in ganz Europa gesorgt, denn für Lebensmittelimporte aus Japan sollten in Europa höhere Grenzwerte als in Japan selbst gelten. So war z.B. für Cäsium ein Wert von 1250 Becquerel pro Kilogramm vorgesehen, in Japan lag der Wert aber nur bei nur 500 Becquerel. Außerdem waren die Grenzwerte für Cäsium höher angesetzt als für Kontaminationen aus dem Tschernobyl- Unfall.
Nach Protesten von Europaabgeordneten und aus der Öffentlichkeit hat Kommissionspräsident Barroso heute angekündigt, die EU-Grenzwerte auf das japanische Niveau herabzusetzen. Die Kommission werde einem Expertenkommitee aus Vertretern der Mitgliedsstaaten am Freitag einen entsprechenden Vorschlag vorlegen.
“Beide Grenzwerte sind so niedrig, dass keine Gesundheitsgefahr besteht und auch aus den Differenzen ergibt sich kein erhöhtes gesundheitliches Risiko, aber aus Gründen der Nachvollziehbarkeit und der Konsistenz brauchen wir eine Harmonisierung der Werte” so Klaß. “Es ist inakzeptabel, dass die Verbraucher in Europa höhere Grenzwerte akzeptieren sollen als die Menschen in Japan. Die Kommission hat damit unnötigerweise zur Verunsicherung der Verbraucher beigetragen” so die Abgeordnete.