Europäisches Parlament stimmt für flexiblere Impfungen gegen Blauzungenkrankheit
Das Europäische Parlament hat sich in erster Lesung für einen flächendeckenden Einsatz des neuen “inaktiven” Impfstoffs und für flexiblere Impfungen gegen die Blauzungenkrankheit ausgesprochen. Christa Klaß, CDU-Europaabgeordnete der Region Trier, begrüßt diese Entscheidung: “Da das Risiko einer Ansteckung von nicht infizierten Tieren durch den Einsatz des neuen Impfstoffs nun ausgeschlossen werden kann, ist eine flächendeckende Bekämpfung der Krankheit endlich möglich.”
Die Blauzungenkrankheit ist eine Viruserkrankung, welche von Stechmücken übertragen wird. Vor allem Wiederkäuer wie Schafe und Kühe werden häufig von der Seuche befallen, die in einigen Fällen auch zum Tod der Tiere führen kann. Für den Menschen stellt der Virus jedoch keine Gefahr da.
Der bisher genutzte Impfstoff gegen die Blauzungenkrankheit barg das Risiko einer epidemieartigen Ansteckungsgefahr bei nicht geimpften Tieren. Dadurch war es bislang nur möglich, in speziell dafür ausgewiesenen Gebieten Impfungen zuzulassen.
“Die Anpassung der alten Verordnung bringt nicht nur eine verbesserte Situation der Gesundheit der Tiere mit sich, sondern erleichtert auch die Arbeit und die Anforderungen an die Landwirte”, so Klaß. Die in den letzten Jahren aufgetretenen Epidemiewellen hätten sowohl finanzielle als auch wirtschaftliche Schäden hervorgerufen, die von den Bäuerinnen und Bauern getragen werden mussten. Dies soll durch die neue Verordnung vermieden werden.
“Durch den schnell gefassten Beschluss haben wir nun die Möglichkeit bis Herbst eine neue Regelung für die Mitgliedsstaaten zu beschließen und damit die Lage der Züchter in Europa zu verbessern”, so die Europaabgeordnete. Die flexiblere Nutzung des Impfstoffs sei ein wichtiger Schritt für die europäische Landwirtschaft und den Handel von Zuchttieren.