Strategien gegen Volkskrankheiten entwickeln

“Es ist heute, Gott sei Dank, selbstverständlich, dass wir uns in gemeinsamer Verantwortung um die ansteckenden Krankheiten und Epidemien kümmern, aber wir müssen auch Strategien für die nicht ansteckenden Krankheiten, die Volkskrankheiten, entwickeln”, betonte CDU-Europaabgeordnete Christa Klaß heute im Plenum des Europäischen Parlaments in Straßburg. Die nicht übertragbaren Krankheiten stehen im Zentrum der UN-high-level-Treffen. Nach Berechnungen der WHO seien 86% der Sterbefälle in Europa auf diese Krankheiten zurückzuführen. Hauptkrankheiten seien Krebs, Diabetes, Herzkreislauf- und Atemerkrankungen aber auch Alzheimer und andere neurologische Erkrankungen.

“Zum Erhalt, der Gesundheit trägt im Besonderen die gesunde und ausgewogene Ernährung bei, aber die sozioökonomischen Faktoren haben einen ebenso großen Einfluss”, so Klaß. Die Lebensumstände der Menschen müssten verbessert werden. Strukturen müssten geschaffen werden, in denen die Menschen informiert und gebildet – in Eigenverantwortung – ihr Leben frei und selbstbestimmend gestalten könnten. Verbote und Bevormundung führten nicht zum Ziel.

Die Resolution müsse die veränderten gesellschaftlichen Bedingungen im Blick haben. “Für uns in Europa ist dies der demographische Wandel, der mit viel Altersarmut gerade der Frauen einhergeht”, so die Europaabgeordnete. Stärkere Belastungen besonders bei Frauen, führten verstärkt zu Herzkrankheiten und Schlaganfällen. Bis zu 80 % dieser Schlaganfälle könnten auf einfache Art und Weise, durch regelmäßige Untersuchungen und präventive Therapien, verhindert werden.

Es müssten einheitliche Behandlungen in Europa gesichert und der Erfahrungs- und Wissensaustausch gefördert werden. “Wir brauchen auch innerhalb Europas wirkungsvolle Strategien im Bereich der Gesundheitsvorsorge, auch und insbesondere im Bereich der nicht übertragbaren Krankheiten, die sich allzu oft als sogenannte Volkskrankheiten zeigen”, so Klaß abschließend.