Bienengesundheit europaweit
“Das zunehmende Bienensterben in Europa stellt eine große Gefahr für Mensch und Natur da. Die Biene gehört zu unseren wichtigsten Nutztieren und die meisten unserer heimischen Nutzpflanzen hängen von ihrer Bestäubung ab”, warnt die Europaabgeordnete der Region Trier, Christa Klaß.
Viele Faktoren wie Parasiten und Vieren, die Mangelernährung durch Blütenknappheit und Monokulturen, der Klimawandel, die schlechte Pflege der Bienenstöcke und der falsche Einsatz von Pflanzenschutzmitteln bedrohen zurzeit das Überleben der Bienen.
Der Bericht fordert daher einen verbesserten Austausch von Fachwissen zwischen Forschern, Imkern und Landwirten. Außerdem seien mehr Daten zur Bienenpopulation und ein Überwachungssystem zur Überprüfung der Sterblichkeitsrate notwendig. “Wir brauchen ein ganzheitliches und koordiniertes Vorgehen. Dies setzt auch eine weitere finanzielle Förderung der Forschungsprojekte auch nach 2013 voraus”, so Klaß.
Gute Maßnahmen zum Schutz der Bienen wurden bereits in der Richtlinie für den nachhaltigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln festgesetzt. Pflanzenschutzmittel dürfen nur dann genehmigt werden, wenn ihre Verwendung keine akuten oder chronischen Auswirkungen auf die Entwicklung eines Bienenvolks hat.
“Sie müssen aber auch verantwortungsbewusst und ordnungsgemäß eingesetzt werden. Hier ist es nun Aufgabe der Kommission und der Mitgliedsstaaten, für eine europaweit einheitliche Umsetzung der Richtlinie für den nachhaltigen Einsatz der Pflanzenschutzmittel zu sorgen”, so die Europaabgeordnete abschließend.
Der Bericht wurde in der heutigen Plenarsitzung mit großer Mehrheit angenommen.